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VITAL II gestartet!

Lück­en in der Wet­ter­beobach­tung?!

Warum ist die lokale Wet­ter­vorher­sage selb­st für die näch­sten Stun­den manch­mal unge­nau? Das liegt nicht nur an den Unge­nauigkeit­en der Vorher­sage­mod­elle, son­dern auch an fehlen­den Beobach­tun­gen, die jedes Wet­ter­vorher­sage­mod­ell antreiben. Aber wo fehlen diese Beobach­tun­gen? Vor allem in den unter­sten 100 bis 1000 Metern über uns — dort gibt es schließlich keine Wet­ter­sta­tio­nen die Tem­per­atur, Feuchte und Wind messen. Manch­mal misst hier und da ein Wet­ter­bal­lon, über­fliegen uns Satel­liten oder auch Flugzeuge mit Messin­stru­menten am Bord. Um die Wet­ter­vorher­sage zu verbessern, brauchen wir hier mehr Mes­sun­gen!

Während der VITAL II Kam­pagne, welche eine Forschungsini­tia­tive zwis­chen dem Deutschen Wet­ter­di­enst und den Uni­ver­sitäten Köln, Bonn, Tübin­gen, Ham­burg, München und Frank­furt darstellt, wollen wir ver­suchen die Mess­lücke über den Som­mer 2026 teil­weise zu schließen. Dazu betreiben wir in der Köl­ner Bucht von Juni — August 2026 ein dicht­es Mess­netz an Fer­n­messsta­tio­nen und Boden­sta­tio­nen, welche mit einem neuar­ti­gen, geo­sta­tionären Satel­liten (Meteosat Third Gen­er­a­tion Sounder) kom­biniert wer­den und während ein­er inten­siv­en Messphase im August mit mete­o­rol­o­gis­chen Drohnen-Mes­sun­gen ergänzt wer­den. Mit diesen Dat­en wollen wird die unter­sten 1–2 Kilo­me­ter der Atmo­sphäre über der Köl­ner Bucht zeitlich und räum­lich in ein­er bish­er nicht erre­icht­en Auflö­sung erfassen. Die gemessen atmo­sphärischen Zustände sollen genutzt wer­den, um den Ein­fluss der zusät­zlichen Beobach­tun­gen auf die Wet­ter­vorher­sage zu quan­tifizieren, die Vorher­sage­mod­elle selb­st zu verbessern und mehr über die Entwick­lung von Gewit­tern und damit ver­bun­de­nen Tem­per­aturstürzen zu erfahren.

Detail­lierte Infos gibt es hier: https://www.herz.uni-bonn.de/wordpress/index.php/vital-campaigns/

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